Interviews für Podcasts ja, aber nicht um jeden Preis

Interviews für Podcasts ja, aber nicht um jeden Preis

Interviews für Podcasts ja, aber nicht um jeden Preis

Interviews für Podcasts ja, aber nicht um jeden Preis

Du hast alle Vorarbeiten, die es für einen erfolgreichen Podcast braucht, erledigt. Dein thematischer Fokus ist klar und du hast dich dank deines Redaktionsplans und deiner disziplinierten Arbeitsweise optimal auf das Produzieren deiner Podcasts vorbereitet. Nun stellt sich dir die Frage, wie du deine Episoden am besten aufbereitest. Bestreitest du die gesamte Sendung alleine oder lädst du Interviewgäste ein?

Der Gast muss zu deinem Thema passen

Das Einladen von Gästen in deine Sendung ist vor allem für deine Hörer eine spannende Art und Weise, mehr über ein bestimmtes Thema zu erfahren. Wichtig ist, dass du die Interviewpartner passend zu deinem Fokus auswählst und nicht umgekehrt. Oft ist es verlockend, jemanden nur wegen seines bekannten Namens einzuladen, um davon zu profitieren. Das führt aber nur zu kurzfristigem Erfolg, da du damit keine klare Positionierung erreichst. Deinen Hörern wird nicht klar werden, wofür dein Podcast wirklich steht und was sie von dir erwarten dürfen. Dies wiederum wird zum Verlust von Hörern führen. Suche dir darum Experten, die helfen, das Profil deines Podcasts zu schärfen und die gleichzeitig einen Mehrwert für deine Hörer bieten.

Profitiere von der Bekanntheit deines Interviewgastes

Wenn du einen Experten gefunden hast, der sowohl zu deinem Podcast passt als auch interessantes und qualifiziertes Wissen vermittelt, dann suhle dich ruhig etwas in seinem Glanz. Das nennt sich «Halo-Effekt» und funktioniert besonders gut in der Unterhaltungsindustrie und in der Marktpsychologie. Oprah Winfrey ist ein hervorragendes Beispiel dafür, wie man dank der Bekanntheit anderer seine eigene Berühmtheit fördert. Denn du kannst davon ausgehen, dass ein Experte oder eine berühmte Person seinen Auftritt in deiner Sendung in seinem Netzwerk bekanntmachen wird. Und von dieser gratis Werbung für deinen Podcasts solltest du auf jeden Fall profitieren.

Reduktion deiner Arbeit

Jemanden in deine Sendung einzuladen, nimmt dir aber auch Arbeit ab, da du dich nicht um den ganzen Inhalt der Episode kümmern musst. Dein Interviewgast wird den grössten Teil der Episode bestreiten, du musst lediglich den Gesprächsleitfaden und die Fragen vorbereiten.

Bereite dich akribisch auf das Interview vor

Das A und O eines professionellen Interviews ist die Vorbereitung. Wenn du auf der Suche nach einem potentiellen Interviewgast bist, dann bereite dich auf das erste Gespräch mit ihm gut vor. Du hast nur eine Chance, ihn davon zu überzeugen, in deine Sendung zu kommen. Hat er zugesagt, dann weite deine Recherche aus und sammle alles, was du an Hintergrundinformationen findest und studiere diese ausgiebig. Es gibt nichts peinlicheres, als wenn du unvorbereitet in ein Interview gehst.

Was interessiert deine Hörer?

Überlege dir 3 bis 4 Kernfragen für das Interview und versetze dich dabei in die Lage deiner Hörer. Was interessiert sie wirklich? Welche Fragen oder Probleme deiner Hörer kann dein Interviewgast beantworten respektive lösen? Spreche dich unbedingt mit deinem Gast vor der Sendung ab, ob er die Fragen vorab zugestellt haben möchte. Nicht das gesamte Interview muss choreographiert werden, es soll auch genügend Platz für Spontanes haben. Aber das schaffst du nur, wenn du dich vorab eingehend mit dem Thema und deinem Gast befasst hast.

Physisches Interview oder via Video-Konferenz?

Nicht jeder deiner Gäste wohnt gleich um die Ecke. Oft befinden sich spannende Experten

weit weg. Das muss kein Hinderungsgrund sein. Dank der heutigen Technologie lassen sich Interviews für Podcasts beispielsweise auch via Skype führen. Der Vorteil von Videokonferenzen ist die mehrfache Verwendung des Inhalts. Du kannst dein Video sowohl für deinen Podcast aber auch für deinen YouTube-Kanal nutzen. Folgendes ist bei der Aufnahme zu beachten:

  • Wähle die richtige Uhrzeit: stelle im Voraus fest, wann deine Internetverbindung am stärksten ist. Es gibt nichts unprofessionelleres, als eine schlechte Leitung oder eine, die mitten im Gespräch abbricht.
  • Software mit zwei Tonspuren: Um dein Interview im Nachhinein optimal bearbeiten zu können, brauchst du unbedingt zwei Tonspuren. Bei unterschiedlicher Lautstärke der beiden Redner beispielsweise kann jede Spur einzeln bearbeitet und die Lautstärke individuell angeglichen werden. Um das zu erreichen, brauchst du die richtige Software. Supertinti, Camtasia und Call Recorder for Skype sind empfehlenswert.
  • Interview nur mit Kopfhörern: Nutze für das Interview unbedingt Kopfhörer und bitte deinen Gast, selbiges zu tun. Wenn du deinen Gast nämlich über die Lautsprecherboxen deines Computers hörst, dann nimmt dein Mikrofon auch die Stimme deines Gastes mit auf. Das führt zu einem Echo-Effekt, sobald du die Skypeaufnahme deines Gastes als einzelne Spur darunterlegst.

Informiere deinen Gast vor der Veröffentlichung

Vor allem wenn du deine Episoden im Voraus produzierst und zwischen dem Interview und der Veröffentlichung ein paar Wochen liegen, ist es wichtig, deinen Interviewgast vor dem Go-Live-Termin zu benachrichtigen. Nachdem du die Episode also fertig produziert hast, und bevor sie veröffentlicht wird, schicke sie an deinen Interviewgast. Bitte ihn, das Interview in seinem Netzwerk zu teilen, so generierst du mehr Reichweite für deinen Podcast. Damit dein Gast möglichst keinen Aufwand damit hat, schicke ihm direkt einen Kurzlink, den er bei Twitter nur einzusetzen braucht.